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Brennseehof / Alte Post

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Feld am See, Nockberge, Österreich

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Was Wappen im Schilde führen

Walter von Klingen - Ritter mit Wappen
Walter von Klingen aus der großen
Heidelberger Liederhandschrift
(Codex Manesse)

Sie sind in Stein gehauen, aus Holz geschnitzt, aus Metall geformt oder in leuchtenden Farben gemalt — Wappen, die Mitt ler von Tradition und Geschichte. Sie erzählen von Familie, Dörfern, Städten und Staaten.

Doch bleiben sie heute für die meisten Menschen stumm; denn ihre Sprache ist fast vergessen. Dabei sind Wappen nicht nur Zeugen der vergangenen Geschichte, sondern leben in Staats- und Gemeindewappen fort und natürlich in den Stamm- und Familienwappen. Die Kunstgeschichte der Heraldik ist eine europäische Besonderheit, die es ursprünglich nirgendwo sonst gab. Einzig europäisches Kolonialstreben brachte die Wappenkunst in alle Welt.

Die ersten Wappen entstanden Mitte des 12. Jahrhunderts. Die Ritterrüstung wurde um den Topfhelm ergänzt, der das Gesicht vor Freund und Feind versteckte. Who’s who, war da die Frage. Also wurde der Schild mit simplen Symbolen in klaren Farbkonturen bemalt und als Wappen bezeichnet. Bald war es Usus, dass der Sohn das Wappen des Vaters weiterführte. Und so typisch waren die Zeichen, dass sie sich auch ideal für Siegel eigneten, die jedes Schrift stück dieser Zeit trug.

Mittelalterliche Wappen

Bürger und Handwerker erkannten schnell den Vorteil der einprägsamen Kennzeichnung und hatt en vielfach schon im 14. Jahrhundert ihre eigenen Wappen. Aber im 15. Jahrhundert begannen Könige und Kaiser das Führen von Wappen zu reglementieren. Ihre Herolde (= Heraldik) wachten über die Verleihung neuer Wappen gegen klingende Münzen, die in die unter chronischem Geldmangel leidenden Staatskassen wanderten.

In Deutschland untersteht die öff entliche Heraldik heutzutage den Innenministerien der Länder. Jeder Familie steht es aber frei, ein eigenes Wappen anzunehmen. Damit es sich jedoch von einem Firmenlogo unterscheidet, empfi ehlt es sich, die Hilfe von Künstlern und Kennern der Heraldik in Anspruch zu nehmen.

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