HOTELS BEST - wohlfühlen und genießen - Beauty & Wellness für Ihre schönsten Stunden
HOTELS BEST - wohlfühlen und genießen - Beauty & Wellness für Ihre schönsten Stunden
HOTEL SUCHEN IN...
Vitalquelle Gauenstein

// Vitalquelle Gauenstein

Schruns, Montafon, Österreich

KATEGORIE:

SPARTE: HotelsBest

»Ich kauf‘ mir lieber einen Tiroler Hut …«

Weinpresse
Lovis Corinth
Selbstbildnis mit Tirolerhut,
Quelle: http://www.zeno.org

»Den Männern«, schreibt Goethe, »geben die grünen Hüte zwischen den grauen Felsen ein fröhliches Aussehen. Sie tragen sie geziert mit Bändern oder breiten Schärpen von Taft mit Fransen, die mit Nadeln gar zierlich aufgeheftet werden.« Das war 1786 anlässlich einer Prozession zum Fest ›Maria Geburt‹ in Wilten. Aber schon bald darauf verschwanden diese grüngelben, weitkrempigen Hüte, die im Ausland als typischer Teil der Tiroler Volkstracht gewertet wurden, vollkommen aus den Garderoben der Tiroler.

Verfolgt man die Geschichte der Hüte und Trachten durch die Jahrhunderte, so wird schnell deutlich, dass es den Tiroler Hut zu keiner Zeit gegeben hat. Stets war die Kopfbedeckung von Moden geprägt, die in den einzelnen Talschaften unterschiedlichen Niederschlag fanden.

Nicht nur die Farben variierten von Schwarz bis Grün und Gelb, auch das Material konnte sowohl Stroh als auch Filz sein. Die größten Wandlungen machte die Form der Hüte durch. Die Schützen zum Beispiel bogen eine Seite der Krempen auf, was ihnen ein besonders verwegenes Aussehen gab.

Champagner - Wein der Könige
Ein Dorf in Tyrol
Illustration aus »The Family Friend«,
herausgegeben von S. W. Partridge & Co.
(London, 1874)

Trotz aller Veränderungen blieb eine Tatsache aber immer gleich: Jeder Tiroler oder jede Tirolerin besaß in der Regel nur einen Hut, denn er kostete für damalige Verhältnisse ein Vermögen und wurde ein Leben lang getragen. Um ihn immer wieder neu und anders erscheinen zu lassen, war es üblich, den Hut mit Bändern, Tüchern und Federn zu schmücken. Wie es Goethe einst beschrieben hatte.

Mit dem Verschwinden der bäuerlichen Tracht Ende des 19. Jahrhunderts verloren auch die Hüte ihre Bedeutung. Die durch Lieder, Reiseberichte und literarische Erwähnungen gefestigte Bekanntheit des Tiroler Hutes konnte sich aber erhalten.

Der aufmerksame Gast kann bei einem Besuch in Tirol heute wieder beobachten, dass etwa zur Wipptaler Tracht ein anderer Hut gehört als zur Innsbrucker. In allen Landesteilen verstehen sich kunstfertige Hutmacher noch auf die Herstellung ihres typischen Hutes. Wer sich auf die Spuren dieser Tiroler Spezialität begeben will, beginnt seine Exkursion am besten in einem der zahlreichen dörflichen Heimatmuseen.

Weiterempfehlen:

Share

// Schnellsuche

Suchen Sie ganz gezielt nach Ihrem Traumhotel:

Ich suche
in
Kategorie

// Newsletter

Hier können Sie unseren kostenlosen Newsletter abonnieren: